Deutsche Festspiele zum Auftakt in Österreich.



Schneller erster Satz für Görges

Im Stile einer Favoriten erteilte die beim WTA-Turnier in Linz an Nummer eins gesetzte Julia Görges ihrer Landsfrau Andrea Petkovic eine echte Lehrstunde – allerdings nur bis Mitte des zweiten Satzes. Erst dann fand „Petko“ einen Schlüssel, wie sie der Top-Ten-Spielerin in der ersten Runde das Leben schwer machen kann. Sensationell drehte Petkovic das Match, siegte letztlich nach knapp zwei Stunden mit 1:6, 7:5, 6:4.

Nachdem Görges bei den China Open eine herbe Niederlage (1:6, 2:6) gegen die aufstrebende US-Open-Siegerin Naomi Osaka hinnehmen musste, war sie gegen Petkovic von Beginn an hochkonzentriert und auf Wiedergutmachung aus. Mit einem frühen Break zum 1:0 im Rücken marschierte Görges in Windeseile durch den ersten Satz.

Welch eine Aufholjagd!

Der zweite Durchgang begann noch rasanter als der erste, „Jule“ führte schnell mit 3:0 und 4:1. Als die Zuschauer gedanklich bereits an den Essens- und Getränkebuden standen, meldete sich Petkovic wie aus dem Nichts zurück. Nun gelang es ihr, den im ersten Satz überragenden Aufschlag ihrer zwei Jahre jüngeren Kontrahentin zu druchbrechen. Und wie: Die 31-Jährige holte sich zwei Breaks und gewann den Satz noch mt 7:5.

Die Entscheidung musste also im dritten Satz fallen – damit hatte zeitweise niemand mehr gerechnet. Das Momentum hatte längst die Seite gewechselt. Petkovic war es gelungen, sich ins Match zurückzukämpfen. Beim Stande von 4:4 gelang ihr das entscheidende Break, mit dem sie ihren dritten Sieg gegen Görges (die zweimal gewann) einfahren konnte.

Die deutschen Festspiele in Österreich sind übrigens noch nicht beendet. Im Achtelfinale bekommt es Petkovic nun mit Tatjana Maria zu tun, die in der ersten Runde eine ähnliche Aufholjagd wie „Petko“ hingelegt hatte.