Die Auftakthürde konnte Angelique Kerber noch meistern – Sloane Stephens zeigte der Kielerin dann aber klar die Grenzen auf.

Es bleibt weiterhin die schwierige Saison 2017 für Angelique Kerber. Auch in Kanada kann die Deutsche nicht wirklich einen weiteren Schritt nach vorne machen, sondern tritt nach der vom Ergebnis her deutlichen Niederlage gegen die rekonvaleszente US-Amerikanerin Sloane Stephens weiter auf der Stelle. Mit einem 2:6 2:6 musste sich die 29-Jährige Linkshänderin ihrer Gegnerin geschlagen geben, die allerdings auch schon zuvor Petra Kvitova aus dem Turnier warf.



Kerber fehlt weiter das Selbstvertrauen

Während der gesamten Partie waren die deutsche Nummer eins und die US-Amerikanerin nicht so weit voneinander entfernt, wie es am Ende die Anzeigetafel zeigte. Aber bei den Big Points, die Kerber im vergangenen Jahr so stark spielte, fehlte ihr auch gegen Stephens wieder die nötige Entschlossenheit und das Selbstbewusstsein, im richtigen Moment beispielsweise mit ihrer Vorhand die Linie entlang zu attackieren. Stephens verwandelte vier von vier Breakbälle – Kerber hingegen konnte keine ihrer drei Chancen in Kapital verwandeln. Zu häufig waren die Bälle von Kerber zu kurz, zu oft wurde sie von den wuchtigen Grundschlägen ihrer Gegnerin weit hinter die Grundlinie gedrückt.

Nach genau einer Stunde verwandelte Stephens ihren ersten Matchball zum 6:2 6:2 Entstand.

In der Runde der letzten acht trifft die 24-Jährige nun auf Lucie Safarova.

Next Stop: Cincinnati

Ein Turnier hat die deutsche Linkshänderin nun noch, um sich vor den US Open wieder mehr in Form zu spielen. In Cincinnati erreichte die 29-Jährige im Vorjahr das Finale, konnte sich drei Wochen später dann den Titel in New York holen.

Ob bei der Titelverteidigerin des letzten Grand Slams des Jahres die guten Erinnerungen ans Vorjahr dabei eher beflügeln oder wie so häufig dieses Jahr abbremsen, bleibt abzuwarten.

Angelique Kerber

 

 

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