Die an Nummer zwei gesetzte Julia Görges verabschiedet sich in Nürnberg schon im ersten Match. Auch Qualifikantin Anna Zaja scheidet in Runde eins aus.

Herber Verlust für das WTA-Turnier von Nürnberg. Bei ihrer knappen 2:6, 7:6, 6:7 Niederlage gegen Kristyna Pliskova (WTA Nummer 70) verliert das Turnier mit Julia Görges (Nummer 11 der Welt) direkt eines seiner Aushängeschilder.

Schwacher erster Satz von Görges

Schon früh im Match wurde klar, dass man es heute nicht durchgängig mit einem der spielerischen Sahne-Tage der Julia Görges zu tun haben würde. Ab dem 2:2 im ersten Durchgang verabschiedeten sich Konzentration und Aufschlag bei der deutschen Nummer eins mehr als nur ein wenig. Folge waren zwei eigene Service-Games, in denen sie sich nur einen mageren Punkt erspielen konnte. Das daraus resultierende Doppel-Break reichte Pliskova zum sicheren Satzgewinn mit 6:2.

Görges kämpft – Pliskova hilft

Anfang des zweiten Satzes bemerkte man deutlich das Bemühen der Julia Görges, besser in dieses Match hinein zu kommen. Genau wie das Bemühen der Zuschauer, ihr mit aufmunterndem Applaus bei jeder sich bietenden Gelegenheit dabei zu helfen. Leider war dieses Unterfangen zunächst nur sehr kurzfristig erfolgreich. Schon beim Stand von 1:1 verlor Görges erneut ihren Aufschlag. Beim Versuch, das Rebreak zu erzwingen, unterliefen der 29-Jährigen immer wieder in entscheidenden Momenten Fehler.

Erst bei 3:4 konnte sie dann ihre dritte Breakchance des Satzes nutzen und ausgleichen. Das berühmt-berüchtigte Momentum des Spiels schien sich plötzlich zu verschieben. Görges agierte von einem auf den anderen Augenblick deutlich sicherer und befreiter. Ein weiteres Break sollte ihr aber nicht gelingen. Der Satz ging in den Tiebreak. Hier geriet die Deutsche zum dritten Mal in diesem Match schnell ins Hintertreffen. Und fand noch so gerade nach Abwehr eines Matchballs den Notausgang Richtung dritter Durchgang. Auch unter Mithilfe Pliskovas, die den Satz schließlich beim dritten Satzball der deutschen Fed-Cup-Spielerin mit einem Doppelfehler beendete.

Görges ohne Fortune im zweiten Tiebreak

Auch der dritte Satz sollte dann in die knappste aller Entscheidungen gehen, nachdem keiner der beiden Spielerinnen ein weiteres Break gelungen war. Hier hatte Görges dann bei 5-6 einen weiteren  Matchball gegen sich. Diesmal gelang ihr kein Comeback mehr, nach mehr als zweieinhalb Stunden konnte Kristyna Pliskova jubeln.

Anna Zaja führt lange gegen Siniakova

Kam die Niederlage von Görges trotz einiger guter Sand-Resultate ihrer tschechischen Gegnerin doch eher überraschend, so war es beim Match von Anna Zaya gegen Pliskovas Landsfrau Katerina Siniakova lange eher unerwartet eng. Die Qualifikantin Zaja, als Nummer  247 der Welt klar als Außenseiterin in dieses Match gegangen, hatte gegen die Nummer 57 der Rangliste lange sogar Vorteile und lag mit Satz und Break vorne, bevor Siniakova das Match doch noch in den Griff bekam. Am Ende gab es dann doch noch mit 2:6, 6:4, 6:1 für Siniakova den zweiten „tschechischen Sieg“ des Tages.

 

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