Sie hat es endlich geschafft: Simona Halep ist die erste rumänische Nummer eins der Welt

Kaum jemand hat es ihr nicht gegönnt. Nach vielen – sehr vielen – vergebenen Chancen hat es Simona Halep endlich geschafft, die Nummer eins der Welt zu werden. Mit ihrem Halbfinal-Sieg gegen Jelena Ostapenko beim WTA-Turnier in Peking war es endlich so weit. Jetzt führt sie nicht nur das Race to Singapore an, sondern auch die Weltrangliste. Wir blicken zurück auf ihre Leistungen, die diesen Sprung ermöglicht haben.


Kein guter Start ins Jahr 2017

Vor genau einem Jahr stand Simona Halep beim WTA-Turnier in Peking auf Rang fünf der Weltrangliste. Die Rumänin schied in Runde zwei aus. Sie hat es zwar zu den WTA Finals nach Singapur geschafft, doch auch dort war schon in der Vorrunde Endstation. Danach bereitete sie sich auf die neue Saison vor, um noch erfolgreicher zu werden. Doch zunächst ging der Plan gehörig schief. Bei den Australian Open schied sie sang- und klanglos in Runde eins gegen Shelby Rogers aus, gewann nur vier Spiele. Auch ansonsten war bis März nie mehr als die zweite Runde drin. Erst beim WTA-Turnier in Miami stieß sie bis ins Viertelfinale vor – und in der Weltrangliste auf Rang vier.

Starker Mai: Drei Finals in Serie

Nach dem holprigen Start in die Saison kam Simona Halep im Mai nach einer kurzen Pause richtig in Fahrt. Sie gewann in Madrid das Turnier und kam in Rom bis ins Finale. Bei den French Open verlor sie das Endspiel gegen Jelena Ostapenko – jene Gegnerin die sie nun in Peking besiegen konnte, um Nummer eins zu werden. Dass ihr die Sandplätze besonders liegen, ist längst kein Geheimnis mehr. 2017 hat sie wichtige Punkte auf der roten Asche gesammelt. Nach den French Open wurde sie auf Rang zwei in der Weltrangliste geführt und das Ziel war klar: endlich die Nummer eins der Welt werden!

Ein Trauma: Viele verpasste Chancen

In das Finale der French Open ging Simona Halep auf Grund ihrer Erfahrung und ihrer gezeigten Leistungen als relativ klare Favoritin. Doch sie verlor überraschend gegen die ungesetzte Jelena Ostapenko. Hätte sie gewonnen, wäre sie die neue Nummer eins der Welt gewesen. Auch beim Grand Slam in Wimbledon und beim Hartplatzturnier in Cincinnati scheiterte Halep kurz vor Besteigen des Tennis-Throns. Es schien ein Trauma zu sein, dass die Rumänin den letzten Schritt einfach nie gehen konnte. Nicht nur die Ergebnisse passten dann auf einmal nicht mehr, auch ihre Leistung wurde plötzlich deutlich schlechter. Teilweise hagelte es richtige Klatschen, weil die Rumänen zu verkrampft auf dem Platz stand. Garbine Muguruza – Siegerin in Wimbledon und Cincinnati – wurde die neue Nummer eins. Eben auch, weil Halep das Finale von Cincinnati mit 1:6 0:6 völlig chancenlos verlor. Deshalb musste sie weiter warten und sich in den Medien anhören, dass sie dem Druck nicht gewachsen sei.

Endlich grüßt Simona Halep von ganz oben

Doch wer Simona Halep kennt, der weiß, dass sie eines ganz sicher ist: eine Kämpferin! Die kleine Rumänin verlor auch bei den US Open und in Wuhan direkt ihre erste Runde, doch sie kam zurück. In Peking überstand sie zum Auftakt ein hartes Dreisatz-Match gegen Alison Riske, um dann ohne weiteren Satzverlust bis ins Finale vorzustoßen. Dass sie im Halbfinale ausgerechnet ein Sieg gegen Jelena Ostapenko zur neuen Nummer eins machte, passt perfekt zu dieser Geschichte. Zwar verlor Halep ihr Finale dann gegen Caroline Garcia, aber dennoch kann sie freudestrahlend abreisen: „Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, das geschafft zu haben. Aber ich habe noch mehr Träume für meine Karriere.“ Damit deutet sie bereits an, nächstes Jahr wieder voll anzugreifen. Schaut man sich ihre Ergebnisse an, die sie zu Beginn diesen Jahres eingefahren hat, könnte es durchaus sein, dass wir diesmal eine Nummer eins haben, die länger von ganz oben grüßt. Und wer würde es ihr nicht gönnen?

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