Das WTA-Event vor den Australian Open präsentiert sich als Turnier der Superlative.

Veranstaltungen in den Wochen direkt vor den vier Grand-Slam-Turnieren können schon mal eine maue Angelegenheit sein. Vor Roland Garros, Wimbledon oder den US Open legt die absolute Weltspitze gerne eine kleine Turnierpause ein, um nochmal Kräfte vor dem Großereignis zu tanken.

Ein Vorbereitungsturnier der besonderen Art

Anders sieht es vor den Australian Open aus, wo es vielen vor allen Dingen darum geht, mit genügend Wettkampfpraxis in den ersten Höhepunkt der noch ganz jungen Saison zu starten. Von dieser Einstellung profitiert in diesem Jahr besonders der Damen-Wettbewerb des Turniers von Sydney. Gut 700 Kilometer Luftlinie von der Rod Laver Arena in Melbourne entfernt gibt sich fast die komplette Elite der WTA ein Stelldichein.  Der machmal  etwas abwertend gemeinte Begriff „Vorbereitungsturnier“ im Sinne eines leichten Aufgalopps trifft es hier nicht so ganz. Selbst nach den kurzfristigen Absagen von Naomi Osaka und Karolina Pliskova beeindruckt das Hauptfeld mit seiner Auswahl von 30 hochkarätigen weiblichen Profis.

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Amazing women and an amazing location! #sydneytennis

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Sieben Grand-Slam-Gewinnerinnen im 30er-Feld

Sechs der ersten zehn Spielerinnen der Weltrangliste, darunter mit Simona Halep und Angelique Kerber die Nummer eins und zwei, sind am Start. Neben diesen beiden Grand-Slam-Gewinnerinnen stehen mit Sloane Stephens (WTA 5), Petra Kvitova (WTA 8), Garbine Muguruza (WTA 18), Jelena Ostapenko (WTA 22) und Sam Stosur (WTA 73) noch fünf weitere weibliche Profis im Hauptfeld, die schon Grand-Slam-Trophäen in den Himmel recken durften. Ein Feld, nach dem sich jeder Veranstalter auf der WTA Tour dieses Jahr die Finger lecken dürfte.

Bekannte Namen müssen in die Qualifikation – und scheitern

Die mit Topsspielerinnen gespickte Entry-List hat auch dazu geführt, dass sich diverse bekannte Namen, die damit normalerweise nur wenig zu tun haben, plötzlich in der Qualifikation wiedergefunden haben: Kiki Mladenovic, Johanna Konta, Barbora Strycova oder Olympiasiegerin Monica Puig – sie alle haben versucht, sich über zwei Siege für das Turnier zu qualifizieren.

Übrigens allesamt erfolglos. Lediglich für die Puertoricanerin Puig und die Britin Konta gab es doch noch ein Happy End. Über die Lucky-Loser-Regelung rückten sie nach. Und bekommen nun die Chance, sich im Sydney-Hauptfeld den letzten Feinschliff für die Australian Open zu holen.