Mit einer starken Leistung spielt sich die Deutsche in die Vorschlussrunde von Tokio.

Ein lautes „Come on“ war von Angelique Kerber zu hören. Und es war verdient. Mit einer starken Leistung besiegt die 29-Jährige Karolina Pliskova 7:6 7:5 und steht im Halbfinale des Premier Events in Japan.

Aggressives und selbstbewusstes Tennis

In sicher einem der besten Matches in diesem Jahr spielte Angelique Kerber durchweg ein sehr aggressives, stabiles Tennis. Auch in den engen Momenten blieb sie gelassen und fokussiert. So konnte die Deutsche alle fünf Breakbälle, denen sie sich im Laufe des Matches gegenübersah, abwehren.

 


Und Kerber war geduldig. Im Bewusstsein, dass es gegen eine so aufschlagstarke Spielerin wie Karolina Pliskova nicht viele Chancen geben würde, wartete die Deutsche immer wieder auf ihre Gelegenheiten. Mit Erfolg, zwar konnte die zweimalige Grand Slam-Siegerin im ersten Satz keine ihrer drei Breakchancen nutzen, zwang ihre Gegnerin aber zu immer mehr Risiko. Das zahlte sich zum Beispiel beim Satzball im Tiebreak aus – Doppelfehler Pliskova, die einfach zu risikoreich servieren musste. Auch im zweiten Durchgang war es die Tschechin, die den Druck deutlich mehr spürte als Kerber und sich diesem letztlich auch beugen musste.

Mental sehr starke Leistung

Kein Wunder also, dass die ehemalige Nummer eins der Welt sehr zufrieden war mit ihrer Leistung. „Ich fühle mich gut. Ich freue mich, dass ich das Match gewonnen habe und erneut im Halbfinale von Tokio stehe.“, sagte sie direkt nach ihrem Match. „Es ist immer schwer gegen sie [Karolina Pliskova] zu spielen. Ich habe versucht, mich mehr auf mein Spiel zu konzentrieren und bin glücklich, dass ich ein gutes Match spielen konnte“.

Positiv dürfte Angelique Kerber auch ihre mental starke Leistung mitnehmen. Sie hatte im ganzen Match nicht eine richtig schwache Phase. Sowohl hinter ihrem ersten Aufschlag wie auch dem zweiten lag immer die Marschroute anzugreifen. So machte die Deutsche hinter beiden Aufschlägen jeweils knapp 70 Prozent ihrer Punkte. Besonders für den zweiten Aufschlag, eher eine Schwäche von Kerber, ein sehr guter Wert.

 


Im Halbfinale geht es nun gegen die Russin Anastasia Pavlyuchenkova. Im direkten Vergleich steht es 5:4 für die Deutsche, wobei die letzte Begegnung (Finale Monterrey, 2017) an die Russin ging.

 

 

Angelique Kerber

 

 

 

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