Mit einer Lehrstunde hat sich Roger Federer gegen Alexander Zverev in unter einer Stunde im Finale von Halle durchgesetzt.

Strömender Regen, geschlossenes Dach, es hätte vielleicht sogar ein Orkan durch das Stadion wehen können – Roger Federer war auf seinem Weg zum neunten Titel bei den Gerry Weber Open nicht vom Weg abzubringen und besiegte Alexander Zverev in eindrucksvoller Art und Weise mit 6:1 6:3.

Blitzstart von Federer

Fast innerhalb der ersten fünf Minuten entschied sich bereit der erste Durchgang. Federer startete extrem aggressiv ins erste Aufschlagspiel von Zverev, erarbeitete sich innerhalb von kürzester Zeit drei Breakbälle, verwandelte gleich den ersten und gab somit von beginn an den Ton an.

In der ersten viertel Stunde spielte fast nur der 35-Jährige, während der junge Deutsche vor allem auf der Rückhand Federn ließ. nach gerade einmal 13 Minuten gelang Federer das Doppelbreak und der achtfache Sieger der Gerry Weber Open zog schnell mit 4:0 davon.

Zu diesem Zeitpunkt war der Auftaktsatz schon so gut wie gelaufen – Zverev gelang es nach 15 Minuten zumindest zum ersten Mal auf der Anzeigetafel zu erscheinen. Der Schweizer machte im Satzverlauf 28 Punkte, während Zverev gerade einmal 13 gewann – auch am Ende musste der 20-Jährige erneut das Break hinnehmen, eine Vorhand segelte hinter die Grundlinie.

Nach 21 Minuten stand es 6:1 für den Schweizer, der im Eiltempo durch den ersten Satz marschierte.

Schlug die nötige Grundspannung vor dem Match in zu starke Nervosität um oder fehlten dem 20-Jährige vielleicht ein oder zwei Körner nach der langen Woche? Schwer zu sagen – denn Federer spielte bärenstark.

Federer nicht aufzuhalten

In den ersten beiden Spielen des zweiten Durchgangs startete Zverev um Welten besser als im ersten Satz, blieb dann allerdings bei Spielball Federer zum 2:1 auf dem Weg nach vorne zu einem Stopball mit dem Fuß im Rasen hängen und schlitterte unsanft ins Netz.

Zverev ließ im Anschluss der Physio auf den Platz kommen, sodass dieser nach dem linken Knöchel schauen konnte. Der Deutsche spielte weiter, aber suchte nach seinem Aufschlag viel häufiger den Weg ans Netz, wollte die Punkte kürzer gestalte.

Insgesamt gelang es Federer immer wieder, Zverev ans Netz zu locken – Zverev positionierte sich wie gewohnt hinter der Grundlinie und der Schweizer nutzte dies brutal mit Stoppbällen und scharfen, kurzen Slice-Bällen aus.

Beim Stand von 2-3 machte Federer dann das entscheidende Break – und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen. Nach 53 Minuten servierte der Schweizer souverän zum 6:1 6:3 und sicherte sich somit zum neunten Mal den Titel bei den Gerry Weber Open.

Alles Reaktionen von Alexander Zverev und Roger Federer aus deren Pressekonferenzen liefern wieder euch im Laufe des heutigen Tages.

Roger Federer

 

 


 

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