Was für ein Krimi! Gegen einen Lokalmatadoren zeigt „Sascha“ ganz starke Nerven und beschenkt sich an seinem 21. Geburtstag selbst.

Kaltstart für Zverev

Im Viertelfinale von Monte Carlo ging es gegen Richard Gasquet. Die Nummer vier gegen die Nummer 34 der Welt versprach alleine auf Grund der beiden Spielweisen eine interessante Auseinandersetzung zu werden. Und so kam es auch.

Der Start verlief allerdings gar nicht nach Plan für Alexander Zverev. Nach nur zwei Minuten hatte er zum ersten Mal den Aufschlag abgegeben, nach knapp einer Viertelstunde stand es 4:1 für den Franzosen, der Zverev direkt noch ein zweites Mal breakte. „Sascha“ verkürzte zwar auf 2:4, verursachte mit den Unforced Errors zehn und elf allerdings bereits den dritten Aufschlagverlust im erst vierten Versuch. Gasquet verwandelte schließlich seinen zweiten Satzball mit einem herrlichen Rückhand-Stop zum 6:4.

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Und auch direkt im Anschluss musste Zverev kämpfen, hatte beim eigenen Service direkt wieder drei Breakbälle abzuwehren. Dies gelang dem 21-Jährigen, es war so etwas wie die Initialzündung. Zverev legte zum 2:0 und kurz darauf zum 3:1 nach, da störte der zwischenzeitliche Aufschlagverlust gar nicht. Der DTB-Profi fand nun zu seinem Spiel und war der tonangebende Akteur. Die Folge: Ein glattes 6:2 und damit der Satzausgleich.

Halbfinale gegen starken Comebacker

Zu Beginn des dritten Durchgangs lieferten die beiden Akteure dann ein großartiges Match. Zverev zeigte viel Variante und ging erneut schnell mit 2:0 in Führung, Gasquet schlug zurück. Und wie! Beim Breakball entschied die Nummer 34 der Welt eine 32-Schläge-Rallye mit einer phantastischen einhändigen Rückhand für sich. Die Antwort Zverevs? Konnte sich ebenfalls mehr als sehen lassen. Bei 2:1 und 15:15 spielte er einen herausragenden Vorhand-Lob. Gasquet prustete die Lippen auf, zeigte ein staunendes Gesicht. Beim Breakball durfte der Franzose gleich nochmal staunen, als Zverev eine Rückhand-Longline mit einer Urgewalt ins Feld knallte.

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Doch Gasquet schlug erneut zurück, holte sich drei Spiele in Serie – darunter zwei Breaks – zur Führung. Aus 1:3 wurde ein 4:3 mit Break vor. Natürlich war das in diesem spektakulären Match noch nicht das Ende, denn der Deutsche schaffte mit einem ebenfalls spektakulären Punkt den 4:4-Ausgleich. Das Spiel blieb spannend, am Ende setzte sich Alexander Zverev mit einem starken Rückhand-Passierball nach 2:39 Stunden mit 4:6, 6:2, 7:5 durch. Und ließ sich zu Boden fallen.

Im Halbfinale kommt es am Samstag (nicht vor 15.30 Uhr) zum Duell mit dem Japaner Kei Nishikori. Der Comebacker zeigt bisher starke Auftritte in Monte Carlo und konnte sich im Viertelfinale nach starkem Kampf mit 6:4, 6:7, 6:3 gegen Marin Cilic, die Nummer drei der Welt, durchsetzen.

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