Vier Spiele, vier Siege. Besser hätte der Dienstag beim Masters in Monte Carlo aus deutscher Sicht nicht laufen können. „Sascha“ zeigt eine Willensleistung.

Aus 4:3 und Break vor wird 4:6

Dass der Luxemburger Gilles Müller unangenehm zu bespielen ist, erfuhr am Montag schon Florian Mayer. Die Nummer 28 der Welt ist ein Linkshänder, ein guter Aufschläger, aber an sich eigentlich kein Sandplatzexperte.

Dennoch hatte Alexander Zverev ebenfalls seine Mühe und Not mit Müller. Allerdings auch ein wenig eigenverschuldet. Im ersten Durchgang schaffte der Deutsche das Break zum 4:3, ließ sich die Führung aber etwas zu leicht direkt wieder aus der Hand nehmen. Viel schlimmer sogar noch, denn der Luxemburger hatte wenig später beim 6:4 plötzlich die Satzführung inne.

Der Schock saß bei „Sascha“ allerdings nicht besonders tief. Direkt gelang ihm ein Break zum 1:0, auch in der Folge hatte der DTB-Profi seine Chancen. Beim eigenen Aufschlag war er zwar weiterhin nicht so souverän wie gewohnt, aber Zverev blieb dennoch mit dem nötigen Willen ohne Breakball gegen sich. Passend zum 6:3-Satzausgleich nahm er dem Luxemburger dann zum zweiten Mal den Aufschlag ab, Papa und Trainer Zverev ballte auf der Tribüne die Faust.

Auch im dritten Durchgang konnte der Favorit schnell ein Break zwischen sich und den Gegner bringen. 1:0, 2:0, 3:0 – die frühe Vorentscheidung, denn im Anschluss ließ sich „Sascha“ die Führung diesmal nicht mehr aus der Hand nehmen. Ein 4:6, 6:3, 6:2-Arbeitssieg, der aber dennoch Mut macht. Denn besonders solche Matches nach Satzrückstand gegen einen noch dazu unbequemen Gegner müssen erst einmal gewonnen werden. Im Achtelfinale geht es gegen den Gewinner der Partie zwischen Jan-Lennard Struff und Fabio Fognini (Mittwoch, ab 12.30 Uhr).

Deutsche Siege über den gesamten Tag verteilt

Damit brachte der jüngste deutsche Akteur den perfekten DTB-Tag unter Dach und Fach. Den Anfang hatte Jan-Lennard Struff mit einem entschlossenen Auftritt gegen Sugita gemacht, er siegte glatt mit 6:3, 6:2.

Ebenso deutlich war das 6:2, 6:2 von Philipp Kohlschreiber gegen Tennys Sandgren. Ein in der Höhe überraschend deutlicher Erfolg, stand der am Amerikaner doch am Sonntag noch im Endspiel des Sandplatzturniers von Houston.

Als Dritter im Bunde kämpfte sich Mischa Zverev durch. Der Erfolg des Linkshänder war eine große Überraschung, denn er warf den Vorjahreshalbfinalisten und Lokalmatadoren Lucas Pouille mit einem packenden 2:6, 6:1, 7:6 aus dem Turnier.

So kann es aus deutscher Sicht gerne weitergehen.


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