An seinem 20. Geburtstag darf sich Alexander Zverev auf eine besondere Herausforderung freuen: Rafael Nadal auf Sand.

Die Teenager-Jahre sind seit heute offiziell für Alexander Zverev beendet und der Ernst des Lebens beginnt. Na gut, ganz so dramatisch ist es vielleicht nicht – gerade wenn man sich einmal anschaut, mit welch akribischer Arbeit der Hamburger seit vielen Jahren schon für seine Tenniskarriere arbeitet.


Trotzdem erwartet Zverev heute an seinem Jubeltag eine Herausforderung der besonderen Art und vielleicht, wie schon in der Überschrift gesagt, eine der Reifeprüfungen im Tennis schlechthin. Rafael Nadals Vorhand mag vielleicht nicht mehr ganz den Zug haben wie noch zu seinen Glanzzeiten und auch sein Aufschlag war gestern gegen Kyle Edmund nicht immer herausragend. Das ändert aber nach wie vor nichts daran, dass der Spanier auf Sand eine Bank bleibt und ein Asche-Resumé wie kein anderer hat.

Verstecken braucht sich Zverev jedoch nach seinen bisher klaren und starken Leistungen im Fürstentum überhaupt nicht, würde er auch nicht – das entspricht von Grund auf nicht seinem Character.

Im dritten Anlauf?

Zverev hatte letztes Jahr in Indian Wells und dieses Jahr in Melbourne bereits das Vergnügen. Beide Male zog der Aufsteiger knapp den Kürzeren. In Indian Wells hatte er Matchball, bei dem er einen Volley im Netz begrub, nachdem der Abstand zum Ball nicht stimmte. In Melbourne musste er sich dem späteren Australian Open-Finalisten in fünf hart umkämpften Sätzen geschlagen geben.

Kann nun heute im dritten Aufeinandertreffen der Knoten gegen Nadal gerade am Geburtstag und dann auch noch auf Sand aufgehen? Zu unwahrscheinlich scheint es nicht, vor allem weil der Schlag, der bei Nadal derzeit am problematischsten ist genau in die Stärke des Deutschen geht. Das Selbstvertrauen stimmt wieder beim 9-fachen French Open Sieger, aber er bekommt einfach nicht konstant genug den Spin und die Tiefe in seine Vorhand Cross-Court wie noch vor einigen Jahren. Genau dort kommt die Rückhand, vor allem Crosscourt, der deutschen Nummer eins zum Zug. Hier kann der 20-Jährige unglaublich zuverlässig Tempo aufnehmen und Druck machen.

Die Partie wird gegen 15.00 Uhr auf dem Court Rainier III als drittes Match des Tages übertragen.

Sky und TennisTV übertragen.

Thiem zeitgleich, danach Struff

Qual der Wahl für Tennis-Fans: Zeitgleich mit den Zverev-Nadal-Kracher läuft auch noch die Partie von Dominic Thiem, der mit David Goffin auf einen gut bekannten Gegner trifft, gegen den er allerdings in 6 von 9 Partien bisher den Kürzeren zog. Allerdings konnte er nach der Niederlage in Kitzbühel in 2014 die nächsten beiden Begegnungen auf Sand in Gstaad 2015 und Paris 2016 für sich entscheiden. Surface-Bonus: Thiem.

Danach ist Jan-Lennard Struff gefordert und trifft nach seiner starken Leistung gegen Grigor Dimitrov auf den anderen Finalisten vom letztjährigen Turnier in Istanbul. Mit Diego Schwartzmann hat der Warsteiner einen Gegner von der Kategorie „klein, aber oho“ vor der Brust. Denn der Argentinier kann alles erlaufen und hat auf Sand einige Asse im Ärmel hat.

Alexander Zverev

 

 

 

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