Der 21-Jährige biegt das Match gegen Fritz in der Fortsetzung noch um.




Abbruch hilft Zverev

Nichts ging mehr am Donnerstagabend in Wimbledon. Um 20:55 Uhr Ortszeit musste der Stuhlschiedsrichter Alexander Zverev und Taylor Fritz vom Platz bitten. Die Dunkelheit machte ein Weiterspielen unmöglich – und kam für „Sascha“ genau zum richtigen Zeitpunkt. 6:4, 5:7, 6:7 stand es aus der Sicht des Deutschen, den Tiebreak verlor er gar zu Null.

Im ersten Durchgang sah noch alles gut aus, Zverev schien seiner Favoritenrolle gerecht zu werden und ging in Führung. Auch im zweiten Satz lief es anfangs gut, ehe sich der DTB-Profi unnötig aus der Ruhe bringen ließ. Im dritten Durchgang verlor Zverev zusehends die Nerven. Immer wieder verwickelte er sich in Diskussionen mit Schiedsrichter Renaud Lichtenstein, weil er auf dem schlüpfrigen Rasen zu Fall kam.

Nerven wie Drahtseile

Schließlich folgte der Abbruch. Nie war eine Pause wertvoller für Alexander Zverev, der sich am Freitag gewaltig steigern musste. Und dies auch tat.

1:2-Rückstand. Flatternde Nerven? Von wegen. Die Nummer drei der Welt holte sich den vierten Satz mit einem astreinen Vorstellung. Nur knapp 20 Minuten waren gespielt, da stand es 6:1 für „Sascha“.

Und in diesem Tempo legte er auch im entscheidenden fünften Durchgang nach. Ein frühes Break zum 2:1, dann souveräne Aufschlagspiele folgen lassen. Immer wieder ballte Zverev die Faust. Letztlich siegte er mit 6:4, 5:7, 6:7, 6:1, 6:2. In der dritten Runde geht es nun gegen Ernests Gulbis, der sich ebenfalls in einem Fünfsatz-Krimi gegen Damir Dzumhur gewann.

Zverev nach der Partie:

Ich habe mich super vorbereitet und einfach besser als gestern gespielt.

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