„Sascha“ ärgert sich über seine Leistung und das Niveau.




Aus diesem Spiel gegen Stefanos Tsitsipas wird Alexander Zverev seine Lehren ziehen (müssen). Ganz sicher. Der DTB-Profi führte ganz souverän mit 6:3, 5:2 und stand schon mit 1 3/4 Beinen im Masters-Halbfinale.

Dann aber schlich sich plötzlich der Schlendrian ein. Erst verpasste der Deutsche die Chance, beim eigenen Aufschlag den Sack zuzumachen. Dann ließ er im Tiebreak auch noch zwei Matchbälle aus und verlor mit 11:13.

Der Schläger musste dran glauben. Und irgendwie auch die eigene Konzentration. Zwar holte sich die Nummer drei der Welt im dritten Satz noch einmal einen scheinbar komfortablen Vorsprung mit dem Break zum 3:2, doch auch diesen Vorteil konnte Zverev nicht nutzen.

„Ein Spiel, das Alexander Zverev niemals verlieren darf“

So ging es letztlich dahin. Passenderweise beendete „Sascha“ mit einem Doppelfehler die Partie. Und hatte sich bereits kurz zuvor selbst im Weg gestanden. Bei 4:5 und 30:15 sah der Schiedsrichter eine Vorhand vom Deutschen im Aus, gab Tsitsipas den Punkt. 30:30.

Doch hätte Zverev das Hawk-Eye zu Rate gezogen, wäre es sein Punkt gewesen. Die TV-Bilder bewiesen ganz eindeutig, dass der Ball auf der Linie war. Zverev allerdings haderte lieber mit sich selbst, anstatt diese Kontrolle zu nutzen.

So ging die Partie gegen den 19-jährigen Griechen tatsächlich mit 6:3, 6:7, 4:6 verloren. Sky-Kommentator Marcel Meinert konnte es kaum fassen:

Ein Match, das Alexander Zverev niemals verlieren darf.

Das sah auf „Sascha“ später so. Auf der Pressekonferenz sagte er:

Ich denke nicht, das Stefanos gut gespielt hat. Es war ein richtig armseliges Match.

Rumms! Mit dieser Analyse war er definitiv treffender als bei den zahlreichen Chancen zuvor.